Polizeigewalt

Am Boden liegende Person wird mehrfach ins Gesicht geboxt

Vermutlich am Rande der Demonstration “Welcome to Hell” wird eine Person auf dem Fischmarkt von mehreren Polizisten mit Fäusten ins Gesicht geschlagen. Auf dem Facebook Video ist zu erkennen, dass der am Boden Liegende am rechten Fuß eine Schiene trägt.

Hmmm … ob das Konsequenzen hat?Bei allem Verständnis, aber so geht's ja nun auch nicht.#G20

Posted by Max Simon on Thursday, July 6, 2017

Diese Version des ersten Videos zeigt das Geschehen in besserer Qualität, so dass auch die Rückenbezeichnung “NI 7644” sowie die Markierung eines dunklen Punkts im weißen Quadrat auf der Rückseite des Helms des schlagenden Polizisten deutlich wird:

Einen weitere Perspektive auf die Situation bietet dieses Video. Klar zu erkennen ist, dass der Kopf des Demonstranten sich unmittelbar über dem Kopfsteinpflaster befindet während auf diesen geschlagen wird. Anscheinend gibt es auch keinen Anlass für einen anschließenden Freiheitsentzugs des Opfers:

In der Beschreibung des Videos heisst es, dass der Vorfall sich am 6.7.17 kurz nach Auflösung der “Welcome to hell”-Demonstration am Fischmarkt ereignete.

“Es wurde geschubst und gedrängt von der Polizei. Wenn du nach vorn gedrängt wurdest, dann kamen sie von vorne nach. Also egal wo du hin bist, dort war schon wieder eine große Gruppe Polizei. Als würden sie uns einkesseln. Wir kamen dann an den Punkt, an dem wir nur noch geschubst wurden.” erinnert sich Dominic.
In dieser Situation wird dann Dominics Frau von der Polizei “grob zur Seite geschubst”. Daraufhin echauffiert er sich lauthals und geht auf seine Krücke gestützt auf die Polizisten zu. Was dann passiert, seht ihr hier im Video.
Das Treten mit dem beschuhten Fuß auf den Kopf einer Person, die in diesem Fall am Boden liegt, ist übrigens nach § 224 StGB eine gefährliche Körperverletzung.
Ersichtlich sollte auch sein, dass in dieser Situation keinerlei Gefährdung für “Leib und Leben”, der Polizeibeamten ausging, insbesondere nicht von einer Person mit Laufschuh und Krücke. Ebenfalls ist ersichtlich, dass die Polizisten zu keinem Zeitpunkt ein Interesse daran hatte, einen vermeintlichen “Störer” oder “Straftäter” zu verhaften.

Bei Youtube direkt ist das Video, offenbar wegen der harten Gewaltdarstellung, nur noch mit Altersverifikation aufzurufen.