Polizeigewalt

Demonstrant will Situation filmen: Faustschlag ins Gesicht

Am Rande einer Demo am 6. Juli entsteht Unruhe in einer Situation mit der Polizei. Ein Demonstrant kommt näher und zückt sein Smartphone und will augenscheinlich damit filmen. Ein Polizist schlägt ihm unvermittelt erst gegen die Hand, die das Handy hält und dann ins Gesicht.

Laut zwei Hinweisen ereignete sich die Situation in der Holstenstraße / Höhe Endo-Klinik.

Wir haben eine Zuschrift bekommen von einer Person, die sagt, dass sie zugegen war. Sie schildert folgendes:

Eine genaue Uhrzeit kann ich nicht nennen. Das war, als die Spontanddemo, die sich an der Hafenstraße nach den gewaltsamen Auflösung der Welcome to Hell Demo gebildet hat, dort oben am Nobistor angekommen war. Muss so gegen 22.30-23.00 Uhr gewesen sein, plusminus ne halbe Stunde.

Die von euch bezeichnete „Unruhe“ vorher ist wie folgt entstanden: Zwischen Straße (wo die Demonstranten gingen) und dem Gehweg (wo Leute standen) gab es eine kniehohe Betonwand. Auf der standen Flaschen. Polizisten, die im Spalier den Demozug begleiteten, haben mit ihren Schlagstöcken die Flaschen in unsere Richtung von dieser Wand gestoßen, so dass diese teilweise die Menschen an den Beinen trafen, die dort standen, und auf dem Boden aufschlugen, wo hochspritzende Scherben ebenfalls gegen die dort stehenden Leute flogen*. Daraufhin empörten sich vereinzelte Leute, woraufhin die Polizisten mit äußerster Aggression reagierten. Einer z.B. baute sich vor einer relativ kleinen Frau auf und brüllte sinngemäß „Das kommt davon, wenn Ihr uns mit Flaschen beschmeißt!“. Den genauen Wortlaut bekomme ich nicht mehr zusammen.

*Nur der Genauigkeit halber: Die Flaschen gingen erst kaputt, als sie auf dem Boden aufschlugen, nicht direkt durch den Schlagstock. Das war mehr so mit Schwung geschoben, aber als Resultat flogen de halt ein paar Meer weit.

Eine weitere Person sagt, dass sich der Fall am Donnerstag, ‎6. ‎Juli ‎2017 um ‏‎20:20:56 Uhr zutrug.

Anmerkung der Redaktion zu Augenzeugenberichten:

Bei unbestätigten Augenzeugenberichten können wir als Redaktion nicht überprüfen, ob sich der Sachverhalt so zugetragen hat. Falls jemand die Situation beobachtet, gefilmt hat oder weiß, wo es Foto/Filmmaterial gibt, dann freuen wir uns über Zuschriften, die der Verifizierung des Augenzeugenberichtes dienen.