Pressefreiheit

Stern-Fotograf bedroht, mit Wasserwerfer beschossen, Kamera zerstört und mit Pfefferspray besprüht

Die Stern-Redakteurin Sylvia Margret Steinitz berichtet auf Twitter aus der Redaktionssitzung von den Erfahrungen eines Kollegen, der als Fotograf beim G20-Gipfel tätig war:

Interne Heftkritik: stern-Fotograf berichtet, wie er während der #G20-Katastrophe von Wasserwerfern gezielt beschossen und … (1) seine Kamera zerstört wurde, er erlebte Drohungen und “Lügenpresse!”-Rufe von Polizisten (!), wurde schließlich aus nächster Nähe … (2) … mit Tränengas besprüht, lag blind und benommen auf der Straße, ein zufällig anwesender Arzt schleppte ihn in Sicherheit … (3) Sein Hauptvorwurf an die Polizeikräfte: “Die schlimmsten waren die aus Bayern und Sachsen.” (4/Ende)

Der betroffene Fotograf, Hans-Jürgen Burkard, hat sich zu diesem und folgenden Übergriffen auf seine Person in einem “Gruß an die Hamburger Presse” selbst geäußert. (Leider konnte die Authentizität des Facebook-Posts noch nicht zweifelsfrei verifiziert werden.):
gezielt als Fotojournalist vom Wasserwerfer Nr.5 per Nachschuss erledigt und aus dem Verkehr gezogen. Begleitet von einem herzlichen Lachen des Werferfahrers.
[…]
Gezielt attackiert. 2 Stunden völlig blind. Ins Krankenhaus eingeliefert.

Am 15. Juli 2017 erschien auf stern.de der Artikel Keine Polizeigewalt? Herr Bürgermeister, das stimmt nicht. mit weiteren Äußerungen und Einordnungen des Fotografen Hans-Jürgen Burkard.