Polizeigewalt

Prügel für Demonstranten, die zu einer Blockade wollen

In der Bergstraße erreicht am 7. Juli der “Lila Finger” der Aktion Block G20 an der Hermannstraße eine Polizeikette. Diese schlägt mit den Fäusten zu (ab ca. Sekunde 26). Eine Vorwarnung ist im Video nicht erkennbar.

Ein Mensch, der sagt, dass er einen der Betroffenen aus der Situation ist, hat uns ein Bild seines verwundeten Auges geschickt (Verpixelung durch g20-doku.org):

Im Augenzeugenbericht der Person heißt es:

Nach einem Tritt [..] wurde ich auch am Kopf getroffen. Beim reflexhaften Wegdrehen und die Hand vor das Gesicht reißen bemerkte ich, dass ich blutete. Voll Panik öffnete ich das Auge kurz und fragte die mich auffangenden Personen wiederholt, wie schlimm es sein. Abgesehen davon, dass der Schlag mir meine Brille von Kopf geschleudert hatte, konnte ich aber sehen und mir wurde signalisiert, es sei wohl nichts gebrochen. Glücklicherweise wurde dies von den zugeeilten Demosanitätern und später im Krankenhaus bestätigt. Dort wurde der Riss an der Augenbraue genäht.

Auch wenn Polizisten uns zuvor Tonfa schwingend aus Straßen verdrängt und Pfefferspray gegen die Gruppe eingesetzt hatten (jeweils Neustadt/Ludwig-Erhard-Straße), mir beim Davonlaufen “ein Bein gestellt” und ein Mitdemonstrant einen Schlag auf den Kopf bekommen hat (jeweils Ballindamm/Gertrudenstraße), hatte ich vor dem Schlag nicht mit dieser Gewalt gerechnet.

Der Redaktion liegt ein Foto vor, das ihr von einem Pressefotografen zugesandt wurde. Es zeigt den Moment eines Faustschlages des Polizisten auf das Gesicht der betroffenen Person.