Polizeigewalt

Spezialeinheiten feuern mit Gummigeschossen

Im Innenausschuss hat der Leiter des Einsatzabschnittes „Intervention“ bestätigt, dass am Haus Schulterblatt 1 Gummigeschosse eingesetzt wurden (Protokoll). Der polizeilichen Erzählung zufolge hätten sich dort „Störer und Gewalttäter“ aufgehalten, um die Polizei in einen Hinterhalt zu locken und „mit Molotowcocktails, Gehwegplatten, Steinen, Eisenstangen und so weiter“ zu bewerfen (dieses Narrativ wird allerdings mittlerweile angezweifelt, da sich auf dem Dach nach dessen Stürmung keine Wurfgegenstände fanden).

Die vom Gesamteinsatzleiter Hartmut Dudde angeforderte Spezialeinheiten hätten mit „Ziellasern“ der Maschinenpistolen auf die Personen gezielt und schließlich mit Gummigeschossen gefeuert. Der Darstellung zufolge sei nur auf die Dachkante gezielt worden. Es kann aber vermutet werden, dass ein genaues Zielen mit dieser Munition auf diese Entfernung kaum möglich ist, da Gummigeschosse eine hohe Streubreite aufweisen. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die beschossenen Personen vom Dach stürzen.

Der Einsatz der Gummigeschosse erfolgte aus „40-mm-Waffen“. Vermutlich handelt es sich dabei um die Waffe „HK69“ von Heckler & Koch, die bei der Polizei als „Mehrzweckpistole 1“ (MZP 1) firmiert. Sie ist auch zum Abschuss von Tränengas oder Leuchtmunition geeignet.