Pressefreiheit

32 Journalisten ohne nähere Begründung die Akkreditierung entzogen

Ein massiver Eingriff in die Pressefreiheit, ein beispielloser Verstoß gegen den Datenschutz: 32 Journalisten wurde beim G20-Gipfel nachträglich die Akkreditierung entzogen, schreibt die Tagesschau.

Weiter heißt es:

“Dabei geht es um eine der brisantesten Listen, die je zusammengestellt wurde. Denn sie enthält die Namen von 32 Journalisten, die vom Bundeskriminalamt via Twitter pauschal als Sicherheitsrisiko stigmatisiert wurden. “Die Sicherheitsbehörden überprüfen, ob sicherheitsrelevante Erkenntnisse vorliegen, die gegen eine Akkreditierung sprechen. (…) Das war in einigen Fällen gegeben.” Immerhin müssen diese vermeintlichen Erkenntnisse so gravierend gewesen sein, dass sie einen massiven Eingriff in das Grundrecht auf Pressefreiheit rechtfertigen würden.”

Die betroffenen Journalisten wurden bislang nicht informiert, warum sie auf der Liste landeten und warum ihnen die offizielle Akkreditierung entzogen wurde. Laut rbb sollen Hinweise des Verfassungsschutzes dazu geführt haben, dass die Journalisten auf der Sperrliste landeten. Eine umfassende Chronologie der Ereignisse bietet der Faktenfinder von tagesschau.de.

Hier die Journalisten, die den Entzug ihrer Akkreditierung öffentlich gemacht haben: Sebastian Friedrich (analyse & kritik), Björn Kietzmann (freier Journalist), Rafael Heygster (Weserkurier), Chris Grodotzki (freier Fotojournalist), Willi Effenberger (freier Fotojournalist), PM Cheung (freier Fotojournalist), Adil Yigit (Avrupa Postasi), Elsa Koester (neues deutschland), Christian Wolf (NDR).

Elsa Koester schreibt in neues deutschland über ihre Erfahrung: G20-Diskreditierung: “Wir sind gebrandmarkt, wir 32”

Christian Wolf vom NDR würde fälschlich als Reichsbürger eingestuft.

Auch Adil Yigit wurde die Akkreditierung entzogen, er gab im FC⚡MC ein Interview: